ÖBS - Ökoliberale Bewegung Schaffhausen - wir bewegen Menschen

 
 
24.05.2012 Mitgliederversammlung
04.06.2012 Vorstandssitzung
21.06.2011 ÖBS-Forum

 

Kantonsrat Medienmitteilung

 

René Schmidt, Kantonsrat ÖBS, Schaffhausen

Auf dem Weg zur Bildungsstadt und Bildungsregion Schaffhausen

Schaffhausen kann zu einer Bildungsstadt mit regionaler, nationaler und inter- nationaler Ausstrahlung werden - aber nur, wenn man hier auch will.

In Schaffhausen gibt es sehr gute Volksschulen, eine engagierte Mittelschule, zwei erfolgreiche Berufsfachschulen, die Pädagogische Fachhochschule, sowie weit über die Stadt hinaus wirkende privatrechtlich organisierte Angebote, wie die Rudolf-Steiner-Schule und die International School. Ist Schaffhausen deswegen schon eine herausragende Bildungsstadt? Ich meine nein. Auch andere ver- gleichbare Städte der Schweiz haben eine ähnliche Anzahl Bildungsinstitutionen.

Dennoch könnte sich Schaffhausen zur bevorzugten Bildungsagglomeration entwickeln, wenn sich der Kanton im Bereich der Volksschulen, der Weiterbildung und der höheren Fachschulen besser positioniert als die Zürcher Nachbarschaft. Mit dem Beitritt zum HarmoS-Konkordat, der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule hat Schaffhausen vor Zürich und Thurgau harmonisiert und erstmals die Dauer und die wichtigsten Ziele der Bildungsstufen sowie deren Übergänge koordiniert. Gleichzeitig stehen wir mit dem neuen Schulgesetz vor der zweiten Lesung im Kantonsrat.

Entscheidende Schritte sollten folgen
Wesentliche Punkte der Schulgesetzrevision im Kanton Schaffhausen sind geleitete Schulen, die Forderung nach Integration statt Separation, die Einfüh- rung von flächendeckenden Tagesstrukturen und die grenzüberschreitenden Harmonisierung der Lehrpläne. Eine auf ökonomische Kriterien ausgerichtete Bildung darf nicht im Vordergrund stehen. Die Gemeinden sollen wenn immer möglich die Schule sowie die notwendigen familienergänzenden Betreuungs- angebote im Dorf behalten. Das angestrebte Integrationsmodell bedarf einer besonders sorgfältigen Ausgestaltung, damit individuelle, schülergerechte Bil- dungschancen nicht organisatorischen Vereinfachungen zum Opfer fallen.

Wir wollen
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eine qualitativ hochstehende, innovative und flexible staatlich finanzierte Volks- schule mit ergänzenden familienfreundlichen Tagesstrukturangeboten.

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ein Bildungssystem, das die Chancengleichheit in jeder Hinsicht unterstützt und Kopf, Herz und Hand gleich gewichtet.

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Talent, Kreativität, Kritikfähigkeit, Sozialkompetenz und Leistungsbereitschaft fördern.

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eine Zweiklassen-Gesellschaft bei der technologischen Entwicklung vermeiden.

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Das Steuerabzugregime für Weiterbildung lockern. Die heutige Logik greift zu kurz, wenn sie private Bildungsinvestitionen als Selbstverwirklichung behandelt. Künftig sollen jede Aus- und Weiterbildung, die im Anschluss der Erstaus- bildung absolviert wird, steuerlich abzugsfähig sein. Dies trägt steuerlich der Forderung nach «lebenslangem Lernen» am besten Rechnung

   
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