Klima
Die Klimaveränderung ist erwiesene Tatsache, die rasche und konsequente Massnahmen auf
Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene erfordert. Zur Erreichung der Ziele von Kyoto sind die
Vorschläge des Bundes nicht ausreichend. Nötig ist vielmehr die sofortige
Ein- führung einer CO2-Abgabe auch auf Treibstoffe, die gesetzliche Verpflichtung zu
optima- ler Energieeffizienz und der Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien.
Natur- und Umweltschutz
Umweltschutz bedeutet für uns die konsequente Realisierung des Verursacherprinzips mit
marktwirtschaftlichen Instrumenten. Deshalb ist die ÖBS unter anderem für eine
CO2-Abgabe auf fossilen Brenn- und Treibstoffenverbrauchs- und emmissionsabhängige
Besteuerung von Motorfahrzeugen. Unter Naturschutz verstehen wir den Schutz und die
FÖrderung naturnaher Lebensräume und die Erhaltung der Artenvielfalt. Natur- und
Um- weltschutz gehört in die Verantwortung von jeder und jedem und damit auch in die
Erziehung und Bildung.
Raumplanung
Eine intelligente Raumplanung schafft die Voraussetzungen, um menschen- und umwelt- gerechte
Lebensbedingungen für Wohnen, Arbeiten und Freizeit sinnvoll zu vernetzen und der
rücksichtslosen überbauung intakter Landschaften vorzubeugen. Die ÖBS
unterstützt daher die Landschaftsinitiative zur Erhaltung von Raum für Mensch
und Natur.
Energie
Kernkraft ist weder sauber noch unabhängig vom Ausland. Das Entsorgungsproblem ist
ungelöst und die Uranvorkommen sind begrenzt. Wir fordern den Ausstieg aus der
Atom- energie und wollen für Atomendlager Abklärungen an verschiedenen Standorten
nach international anerkannten Kriterien. Die Schweiz braucht keine neuen Atomkraftwerke.
Effiziente Energienutzung sowie die Verwendung von alternativen und erneuerbaren Energien
sollen durch finanzielle Anreize wirksam gefördert werden. Machbar und für die
Wirtschaft lohnend ist die Vollversorgung der Schweiz mit erneuerbaren Energien bis ins
Jahr 2050. Dafür setzt sich die ÖBS ein.
Verkehr
Die ÖBS versteht sich als Anwältin einer umweltfreundlichen Mobilität. Bahn,
Bus, Velos und die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger sind uns ein
besonderes An- liegen. Die Förderung der Mobilität an einem Ort darf andernorts
nicht neue Probleme schaffen.
Der Öffentliche Verkehr hat Priorität vor dem privaten Strassenverkehr. Er soll
auch in den Regionen gestärkt werden. Der Halbstundentakt auf der Linie nach Zürich
ist endlich fällig. Gleiches gilt auf der DB-Linie nach Basel. Dringend ist eine engere
Zusammen- arbeit mit dem Zürcher Verkehrsverbund. Der landesquerende Güterverkehr
gehört auf die Schiene.
Die Pläne zur Ostumfahrung der Stadt bekämpfen wir entschieden. Es braucht keine
zusätzliche Strasse über den Rhein, erst recht nicht im Bereich der Grundwasserver- sorgung
der Stadt und nicht in national geschütztem BNL-Gebiet. Bezüglich der Bundes- pläne
zur Verbindung der A 98 mit der A 81 fordern wir endlich Transparenz. Eine Schnellstrasse durch
den Klettgau kommt für die ÖBS nicht in Frage.
Landwirtschaft
Unser Ziel ist die Förderung des regionalen Marktes für ökologisch produzierte
Landwirt- schaftprodukte aus der nahen Umgebung. Dazu gehört auch die Sensibilisierung der
Konsumentinnen und Konsumenten. Nur ein naturbewusster Bauernstand kann die Pflege unserer
schönen Landschaft und der ausgewiesenen Erholungsgebiete gewähr- leisten.
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