ÖBS - Ökoliberale Bewegung Schaffhausen - wir bewegen Menschen

 
 
24.05.2012 Mitgliederversammlung
04.06.2012 Vorstandssitzung
21.06.2011 ÖBS-Forum

 

Programm, Soziale Verantwortung und Integration

 

Sozialwerke (AHV, IV, ALV)

Dem «Schwarzpeter-Spiel» zwischen Sozialwerken, privaten Versicherern und öffent- licher Sozialhilfe muss mit einer koordinierten Zusammenarbeit der Institutionen begegnet werden. Ziel ist die Früherkennung von sozialer und beruflicher Desintegration und rasche Wiedereingliederung. Die Leistungen der AHV, IV und EL sind durch geeignete Finanzier- ung langfristig sicherzustellen.

Sozialhilfe

Sozialhilfe darf nicht zur Rente werden. Sie steht jenen zu, die wirtschaftlich in Not ge- raten sind. Sie ermöglicht neben dem materiellen Überleben auch die Teil- nahme am sozialen Leben und fördert mit geeigneten Beschäftigungs- und Weiterbildungsmass- nahmen die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Wir wehren uns gegen das zunehmende Misstrauen und die pauschale Diffa- mierung aller sozialhilfeabhängigen Menschen und fordern ein transparentes Sozialhilfesystem sowie den respektvollen Umgang mit den Hilfesuchenden.

Alt und Jung

Die Solidarität unter den Generationen soll gewahrt bleiben. Als Ergänzung zu den öffentlichen Sozialeinrichtungen muss die gegenseitige, private Hilfe von Jungen und Älteren und deren Einsatz - zum Beispiel für Hochbetagte - mit neuen Sozialzeit- modellen gefördert werden.

Frau und Mann

Die Gleichstellung von Frau und Mann muss in Familie, Beruf und Gesellschaft ver- wirklicht werden. Durch die Förderung von Teilzeitstellen soll Eltern eine partnerschaft- liche Arbeitsteilung zwischen Erwerbstätigkeit und Familienaufgaben ermöglicht werden. Für berufstätige Eltern sind ausreichend Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, die vom Kanton zusammen mit den Gemeinden finanziert werden.

Gesundheit

Die Antwort auf die ungebremste Kostenentwicklung im Gesundheitswesen darf nicht zum Abbau der Grundversorgung führen. Lösungen sind in regionalen und grenzüber- schreitenden Kooperationen zu finden. Durch die Konzentration von Spezialangeboten auf regionale Zentren soll allen Versicherten eine Versorgung von hoher medizinischer und pflegerischer Qualität erhalten bleiben. Die Kosten- steigerung im Gesundheitswesen kann nur durchbrochen werden, wenn auch die Bevölkerung verantwortungsbewusst mit Gesundheitsleistungen umgeht.

Prävention als Grundhaltung

Unter Prävention verstehen wir das, was dem Aufbau von Selbstständigkeit, Selbstverant- wortung und sozialer Einbindung dient. Möglichst durchmischte Wohngebiete gehören ebenso dazu wie die Auseinandersetzung mit Sucht-, Drogen- und Gesundheitsfragen.

Integration der ausländischen Wohnbevölkerung

Ein gutes Sprachverständnis und Kenntnisse des schweizerischen Gesellschafts- systems sind die Schlüssel für soziale und berufliche Integration. Dafür sollen geeignete Angebote in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Nötig sind niveaugerechte Sprachkurse, die gleichzeitig die wesentlichen Grundkenntnisse über die schweizerische Gesellschaftsordnung vermitteln. Nötig ist zudem der Einsatz von Mediatorinnen und Mediatoren, die als interkulturelle Vermittler sprachliche und kulturelle Übersetzungen leisten.

Von der ausländischen Wohnbevölkerung erwarten wir eine aktive Beteiligung an den Angeboten und Interesse an der persönlichen Integration. Mitspracherechte und Mitbe- teiligung der ausländischen Wohnbevölkerung im gesellschaftlichen Bereich, z. B. in Quartier-, Sport- und Kulturvereinen, in Elternforen, Kommissionen und Parteien, fördern die Mitverantwortung.

Herbst über Nebelmeer, Foto Max Bauman
   
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